Eigenhaartransplantation

 

Dichtes Haar ist das Symbol der Jugend. Jugendliche Ausstrahlung und selbstbewusstes Auftreten machen attraktiv und öffnen Türen. Bereits in der Antike gab es das Bestreben, einen vorzeitigen Haarausfall zu stoppen. Waren es in dieser Zeit vorwiegend Tierexkremente, die zur lokalen Behandlung der kahlen Stellen benutzt wurden, sind es heute unterschiedlichste, meist hormonhaltige Haarwasser bzw. systemisch wirkende Medikamente, die zur Anwendung kommen. Nur wenige von ihnen verzögern bzw. stoppen den Haarausfall oder führen zu einem Neuwachsen der Haare.

Wann ist die Behandlung sinnvoll?

Handelt es sich bei Ihnen um erblich bedingten Haarausfall und besitzen Sie einen ausreichend dichten Haarkranz am Hinterkopf, ist eine Eigenhaartransplantation bei Ihnen möglich und wird in Abhängigkeit von der Lokalisation und Ausdehnung der kahlen Stellen zu guten und sehr guten Ergebnissen führen.

Liegt bei Ihnen ein krankheitsbedingter Haarausfall vor (durch Erkrankungen innerer Organe bzw. durch Medikamentennebenwirkungen), sollte zunächst die Ursache mit Ihrem behandelnden Hausarzt / Internisten bzw. dem Hautarzt abgeklärt werden.

Die Therapie von Haarverlust nach Unfällen (Verbrennungen, Hundebissverletzungen, mechanische Verletzungen der Kopfhaut) wird eine mehrmonatige Behandlungszeit in Anspruch nehmen und basiert auf Gewebeexpansionen mit nachfolgender Verschiebung haartragender Teile. Diese Behandlung wird von den gesetzlichen Krankenkassen bzw. den Berufsgenossenschaften getragen.

Das operative Vorgehen

Gemeinsam mit Ihnen wird der Sitz der neuen Stirn-Haar-Grenze festgelegt. Transplantate in der Schläfen-Haar-Grenze sollten nicht eingesetzt werden. Anschließend wird die Spenderstelle am Hinterkopf mit einem lokalen Betäubungsmittel unterspritzt. Ein schmaler Streifen mit ausreichend vielen Haarwurzeln, um die festgelegte Region zufüllen, wird entnommen und die Wunde verschlossen.

Unter mikroskopischer bzw. Lupenvergrößerung werden nun die einzelnen Haarwurzeln voneinander getrennt, so dass Transplantate mit einer Wurzel, mit zwei Wurzeln und mit bis zu vier Wurzeln entstehen. Nach der lokalen Betäubung der Empfängerregion werden über ein neuartiges Verfahren kleinste Mikroöffnungen in der Kopfhaut geschaffen und die gewonnenen Transplantate eingesetzt.

Hierbei muss beachtet werden, dass in die vordersten Reihen der Stirn-Haar-Grenze lediglich Transplantate mit nur einer Wurzel eingesetzt werden, um ein völlig natürliches Aussehen zu gewährleisten.

Nach dem ca. 4-stündigen Eingriff können Sie die Klinik ohne Verband verlassen.

Die Zeit nach der Operation

Die eingesetzten Transplantate verweilen einige Wochen in einer Ruhephase, um anschließend eine natürlichen Haarwuchs zu gewährleisten. Nach ca. 4-6 Monaten sind die Erfolge sichtbar.