Bauchdeckenstraffung

 

Sowohl eine erschlaffte Bauchhaut nach Schwangerschaften bzw. nach Gewichtsreduktionen als auch überproportionale Fettansammlungen im Bereich des Unter- und Oberbauches führen nicht selten zu seelischen und körperlichen Belastungen der betroffenen Personen. Auch spezielle Mieder und Korsetts können diese Disproportionen nur zeitweise und eingeschränkt verbergen.

Eine Entfernung des überschüssigen Hautfettgewebes mit zusätzlicher Straffung der Bauchdecke hilft sehr wirkungsvoll, führt zu einer vollständigen oder zumindest teilweisen Wiedergewinnung der Akzeptanz des eigenen Körpers und hat somit in den meisten Fällen eine positive Auswirkung auf die Gesamtpersönlichkeit und die weitere Lebensführung.

Wann ist eine Bauchdeckenstraffung sinnvoll?

Eine deutliche Verbesserung der Bauchkontur kann durch eine chirurgische Bauchdeckenplastik erreicht werden, wenn

  • sich die Haut nach extremer Gewichtsreduktion nicht oder nur ungenügend zurückgebildet hat
  • auf der Grundlage erheblicher Fettansammlungen ober- und unterhalb des Nabels eine Fettschürze resultiert, die teilweise über die Genitalregion hinweghängen kann und neben dem unschönen Aussehen nicht selten unangenehme Erscheinungen wie Hautekzeme, Pilzinfektionen etc. hervorruft
  • nach einer oder mehreren Schwangerschaften die Bauchhaut zu stark überdehnt wurde bzw. die gerade Bauchmuskulatur sich nach der elastischen Dehnung nicht mehr in der Mittellinie vereinigt hat und somit unterhalb des Nabels ein Kugelbauch entstanden ist
  • unschöne bzw. schmerzhafte oder eingezogene Narben nach einem Kaiserschnitt bzw. einer gynäkologischen Operation bestehen.


Bei erheblichem Übergewicht mit generalisierter Fettansammlung sollte einer Bauchdeckenplastik eine Gewichtsreduktion vorausgehen.

Erfolgsaussichten

Bei umschriebenen Fettansammlungen im Ober- und Unterbauch, bei überschüssiger bzw. erheblich gefalteter Haut nach Gewichtsreduktionen bzw. unschönen Bauchkonturen nach Schwangerschaften führt der risikoarme operative Eingriff zu guten und sehr guten kosmetischen Ergebnissen. Um dies zu gewährleisten, wird dieser Eingriff in unserer Klinik von einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchgeführt.

Der Erfolg ist in aller Regel dauerhaft. Entferntes Fettgewebe kann sich nicht an gleicher Stelle neu bilden. Auf eine ausgewogene und bilanzierte Ernährung sollte jedoch auch nach der Operation großer Wert gelegt werden, um eine erneute Gewichtszunahme zu vermeiden.

Der operative Eingriff

Der in schonender Allgemeinanästhesie durchgeführte Eingriff dauert ca. zwei Stunden. Hierbei wird ein querovaler Hautfettgewebsanteil entfernt. Die untere Begrenzung befindet sich oberhalb der Schamhaargrenze, die obere Begrenzung oberhalb des Nabels. Die seitlichen Begrenzungen liegen einwärts oder in Höhe der Beckenkämme. Schwangerschaftsstreifen bzw. narbige Veränderungen in dieser Region werden mit entfernt. Zusätzlich ist häufig die Straffung der die geraden Bauchmuskeln bedeckenden derben Bindegewebsschicht notwendig und sinnvoll. Der innere Bauchraum bleibt unberührt. Eine ggf. gleichzeitig durchzuführende Fettabsaugung der Hüft- und Gesäßregion wird zu diesem Zeitpunkt angeschlossen.

Am Ende der Operation werden in den Wunddefekt zwei bis drei weiche Silikonschläuche eingelegt, welche Blut und Gewebswasser aus der Wunde nach außen ableiten. Dies soll eine Flüssigkeitsansammlung in der Wundhöhle vermeiden und somit zur schnelleren und komplikationslosen Heilung beitragen. Die Schläuche werden nach zwei bis vier Tagen entfernt.

Nach der verdeckten Hautnaht wird Ihnen ein Stützverband angelegt, welcher über insgesamt sechs Wochen das Operationsgebiet entlastet. Durch die o.g. Schnittführung sind Sie nach erfolgreichem Eingriff in der Lage, auch knapp sitzende Bademoden zu tragen, ohne dass die Narbe sichtbar ist.

Die Zeit nach der Operation

In den ersten Wochen nach der Operation treten häufig Spannungsgefühle und leicht ziehende Schmerzen bei längsgerichtetem Zug auf die Bauchdecke auf. Der Stützverband, der, wie oben erwähnt, ca. 6 Wochen getragen werden sollte, führt zumindest zu einer Linderung dieser Beschwerden. Durch zunehmendes Herumlaufen werden Sie jedoch wieder rasch Ihren normalen häuslichen und beruflichen Tätigkeiten nachgehen können.

Ab dem siebten Tag können Sie sich mit desinfizierenden Seifenlösungen duschen, auf ein Vollbad sollte jedoch in den ersten vier postoperativen Wochen verzichtet werden.

Nach ca. 3 Wochen werden im Rahmen eines Verbandswechsels die am Wundrand überstehenden Fäden entfernt.

In Abhängigkeit von der Beschwerdesymptomatik sollte ca. 6 Wochen auf intensive sportliche Betätigungen verzichtet werden. Für einen komplikationslosen Verlauf ist ebenso ein Verzicht auf Alkohol und Nikotin während der ersten 4 Wochen nach dem Eingriff notwendig.

Eingriffspezifische Risiken

Als spezielle Risiken gelten bei diesem Eingriff Infektionen und Heilungsstörungen, Asymmetrien, Unregelmäßigkeiten, verbreiterte Narbenbildungen, Nachblutungen sowie vorübergehende Gefühlsstörungen im Operationsgebiet.